Schulprogramm

 

I. Schuldarstellung

 

1. Leitbild

 

"Das Kind hat das Recht,

so zu sein,

wie es ist."

 

Janusz Korczak

 

In der Marienschule werden Kinder unterschiedlicher Begabung, unterschiedlicher Herkunft, behindert oder nicht behindert unterrichtet. Sie will ein Ort des Vertrauens, der Integration und der Förderung sein.

 

Die Heterogenität unserer Schülerschaft haben wir im Logo der Marienschule (die verschiedenen Kinder unter dem schützenden Dach der Marienschule) und in der Gemeinschaftsarbeit der vielen Hände (siehe Eingangsbereich und Homepage) zum Ausdruck gebracht. 

 

 

2. Situation der Schule

 

Die Marienschule wurde im Jahr 1968 in der Paderborner Südstadt gegründet. Heute ist sie eine zweizügige Gemeinschaftsgrundschule.

 

Das Einzugsgebiet mit der räumlichen Nähe zur Universität und vielen bildungsbewussten Elternhäusern bedingt eine gut informierte und kritische Elternschaft. Ein Großteil der Eltern kümmert sich intensiv um die Erziehung ihrer Kinder. Einige Eltern benötigen hingegen Unterstützung in Erziehungsfragen. Natürlich spiegeln sich auch in der Marienschule die gesellschaftlichen Entwicklungen wider, sodass wir u. a. mit folgenden Phänomenen konfrontiert sind:

  - Kinder, die die Trennung ihrer Eltern verarbeiten müssen

  - Kinder, die extreme Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme haben

  - Kinder, die unter hohen Leistungserwartungen ihrer Eltern stehen

 

Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund beträgt 51% (Stand: 2018).

 

Die Marienschule ist eine Schwerpunktschule (seit 1988) für Gemeinsames Lernen (GL).

 

Den Schulweg gehen viele Kinder gemeinsam im „Walking bus“, gesichert und begleitet von Eltern.

 

Die Marienschule bietet eine Betreuung bis 13.30 Uhr („Marienkäfergruppe“) an.

Seit dem Schuljahr 2006/07 ist die Marienschule eine Offene Ganztagsschule (OGS). In der OGS werden z.Zt. 110 Kinder betreut, die vier Gruppenräume und einen Essensraum sowie alle weiteren Räume der Marienschule nutzen.

 

Die Marienschule verfügt über eine eigene Turnhalle und ein recht gutes Raumangebot:

- Integrationsklassen mit Differenzierungsräumen

- Schülerbücherei

- Musikraum

- Sachunterrichtsraum/Küche

- Ruheraum mit angrenzendem Timeout-Raum (seit 2015)

- Lehrmittelraum.

- Freiluftklassenzimmer

 

Das Gebäude und das Schulgelände präsentieren sich in einem gepflegten und ansprechenden Zustand.

Aufgrund von Energiesparmaßnahmen wurde die Marienschule im Schuljahr 2010/11 saniert. Zudem verfügt die Schule über einen sehr engagierten Hausmeister, der in Absprache mit der Schulleitung kleinere Mängel direkt behebt bzw. an das Gebäude Management Paderborn (GMP) weiterleitet. 

 

 

3. Schwerpunkt Gemeinsames Lernen

 

Im Jahr 2012 entschied die Schulkonferenz, das Gemeinsame Lernen von einer Klasse pro Jahrgang auf alle Klassen auszuweiten. So ist das GL nun keine Ausnahme mehr, sondern Normalität. Unser Kollegium besteht aus Lehrkräften der Grundschule und der Förderschule.

Insgesamt bewegt sich die Schülerzahl um die 200 Schüler und Schülerinnen
(= 8 Klassen mit je 25 SuS). Davon haben 35 bis 40 Kinder einen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf.

Das GL und seine Fortentwicklung bleiben somit Dreh- und Angelpunkt unserer Arbeit; dies zeigt sich in den Arbeitsschwerpunkten und in der Fortbildungsplanung. Bei jeglichen Planungen „denken wir die I-Kinder mit“. Sie gehören dazu, haben ein Recht auf Bildung und Teilhabe.

Seit 2013 hat die Marienschule die offizielle Aufgabe einer Vorreiterschule/Hospitationsschule,   d. h. einzelne Lehrkräfte und ganze Kollegien können im Unterricht hospitieren und erhalten Beratung zu Themen des GL.

 

 

4. Organisation

 

In der Woche vor Schuljahresbeginn setzt sich die Schulleitung mit der schulischen Steuergruppe zusammen, um den Jahresplan mit seinen Arbeitsschwerpunkten und Fortbildungsmaßnahmen zusammenzustellen. Grundlegend dafür ist u. a. unser allgemeiner Jahresplan mit den gemeinsamen schulischen Vorhaben

 

  • Trommelworkshop + Themenwoche Afrika
  • Projektwoche
  • Zirkusprojekt
  • Schulfest.

Pro Schuljahr wird ein großes Vorhaben umgesetzt.

 

Zur Organisation schulinterner Prozesse zählen folgende Absprachen:

 

  • Der Geschäftsverteilungsplan, der die Zuständigkeiten in der Schulleitung und im Kollegium regelt, ist für eine effektive Zusammenarbeit wichtig. Zuständige Ansprechpartner sind schnell gefunden, gleichzeitig wird die Verantwortung transparent auf „viele Schultern“ verteilt.

 

  • Das Vertretungskonzept enthält wichtige Informationen mit dem Ziel, die Vertretung im Krankheitsfall für Kollegen klar strukturiert zu regeln. Für die Schülerinnen und Schüler soll durch eine gute Organisation Kontinuität im Unterricht und – wenn möglich – personell gewahrt werden.

 

  • In den Strukturen der Zusammenarbeit wird festgehalten, in welchen festen Zusammenhängen die Teamarbeit und der Austausch über den Unterricht und die Kinder gepflegt werden.

 

  • Personalentwicklung

Das Ziel, die Kinder bestmöglich zu fördern und dabei die Ressourcen – Kompetenzen und zeitlicher Einsatz der Lehrkräfte – optimal zu nutzen, ist durch eine vorausschauende Planung besser zu verfolgen. Die Schulleitung führt mit den Kolleginnen/Kollegen Planungsgespräche für das kommende Schuljahr.

 

In Absprache mit dem Lehrerrat wurden Entlastungsmöglichkeiten für teilzeitbeschäftigte Kollegen/innen aufgezeigt.

Um neuen Kolleginnen und Kollegen die Orientierung und Einarbeitung in unserer Schule zu erleichtern, haben wir eine Informationsmappe zusammengestellt, der eine CD mit allen wichtigen Konzepten beiliegt.

 

 

  • Die Anmeldung der Schulanfänger ist ein wichtiger Verwaltungsakt, der aber auch pädagogisch gut eingebettet sein will. In der Woche direkt nach der Anmeldung ist das ganze Kollegium an der Durchführung einer Eingangsdiagnostik in Form einer „Schnupperstunde“ beteiligt. Sie ermöglicht uns, schnell mit den Eltern und Kindertagesstätten ins Gespräch zu kommen, um auf diese Weise die vorhandene Zeit bis zur Einschulung für evtl. notwendige Fördermaßnahmen zu nutzen oder Maßnahmen nach der AO-SF vorzubereiten.

 

  • Praktikanten/Lehramtsanwärter
    Studentinnen/Studenten der nahe gelegenen Universität nutzen gern die Möglichkeit der Hospitation und der eigenen Erprobung im Rahmen des Eignungs-, Orientierungs- und Fachpraktikums. Die Ausbildung der Lehramtsanwärter für die Grundschule bzw. Förderschule regelt unser Ausbildungsprogramm. Es wird derzeit an die neuen Bedingungen angepasst und überarbeitet.

 

  • Kindeswohl/Gesundheit
    Zur Kindeswohlgefährdung gibt es feste Absprachen. Eine Checkliste, die den Lehrkräften und Mitarbeiterinnen der OGS die Einschätzung der Lage erleichtern soll, lenkt auf die weitere Vorgehensweise. In diese Prozesse ist die Schulleitung schon zu einem frühen Zeitpunkt eingebunden.


Die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit der Kinder und der Lehrkräfte hat an der Marienschule einen hohen Stellenwert. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen und Arbeitshilfen: Umgang mit Medikamenten, vielfältige Sportangebote und Kooperationen mit Sportvereinen, Projekte mit dem Fachbereich Sport der Universität (z. B. PASS-Pause) und die Fortbildungen für das Kollegium. 

 

 

5. Unterricht

 

5.1 Förderkonzepte

 

Wir wollen unsere Schüler und Schülerinnen individuell fördern und fordern. Die Basis für eine gezielte individuelle Förderung bildet die Beobachtung durch die erfahrene Lehrkraft. Dazu haben wir uns auf Instrumente und Material zur Diagnose und Förderung geeinigt. Die besondere Förderung ist in folgenden Konzepten festgehalten:

 

  • Individuelle Förderung: u.a. durch Wochenplanarbeit
  • Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund
  • Leseförderung
  • Begabtenförderung

 

 

5.2 Schulinternes Curriculum

 

Die ursprünglichen Stoffverteilungspläne im Sachunterricht wurden in 2015 überarbeitet, um die Kompetenzorientierung in den Blick zu nehmen. Sie wurden um Möglichkeiten des zieldifferenten Arbeitens ergänzt.

In Deutsch haben wir im Schuljahr 2015/16 das Lehrwerk „Einsterns Schwester“ im Jahrgang 1 erprobt. Sukzessive wird das Lehrwerk eingeführt und entsprechend werden die Arbeitspläne gemäß den Standortbedingungen angepasst und um zieldifferentes Lernen ergänzt.

In Mathematik wurde im Schuljahr 2016/17 das Lehrwerk „Minimax“ erstmals eingesetzt. Das Bilanzgespräch ergab, dass das Zahlenbuch bessere Fördermöglichkeiten für unsere Schülerschaft bietet. Aus diesem Grund steht die Aktualisierung des Curriculums noch aus.

 

Rechtschreiben

In der Marienschule wird seit dem Schuljahr 2004/05 nach der Rechtschreibwerkstatt von N. Sommer-Stumpenhorst gearbeitet. Dieses Konzept bietet die Möglichkeit der individuellen Förderung. Es konzentriert sich auf eine qualitative Fehleranalyse und fördert die Anwendung von Rechtschreibstrategien. Im Jahrgang 2 gibt es dazu zum Schuljahresbeginn einen Elternabend, an dem das Konzept vorgestellt wird. Weitere Übungsmöglichkeiten zum Rechtschreiben finden sich im neu eingeführten (2015) Lehrwerk „Einsterns Schwester“.

 

Sport und Bewegung

Zusätzlich zum Schwimm- und Sportunterricht bemühen wir uns, den Kindern mehr Bewegung zu ermöglichen. Die Umgestaltung des Schulhofes (Arbeitsgruppe Schulleitung – Eltern, 2007) und die Einführung von Pausenspielen sollen dazu ihren Beitrag leisten. Die Ausleihe organisieren die SuS des Jahrgangs 4. Auf Wunsch des Schülerrates soll der Schulhof nun mit Hüpfspielen und einem Fahrradparcours bemalt werden. Die Aktion ist für das Frühjahr geplant. Die Eltern führen sie (mit Unterstützung der Schulleitung) in diesem Schuljahr durch.

 

Hausaufgaben

Für die Hausaufgaben gibt es einige wesentliche Absprachen mit den Eltern. Zur Organisation der Lernzeit/Hausaufgabenzeit in der OGS existieren zudem noch umfangreiche Beschreibungen und ein schriftlicher Austausch zwischen den Lehrkräften und den Betreuungskräften. Seit dem Schuljahr 2015/16 verfügen alle Kinder der Marienschule über einen Lernplaner, in dem wichtige Informationen festgehalten sind und in den die Hausaufgaben u. a. eingetragen werden.

 

 

5.3 Konzept Selbstgesteuertes Lernen (SegeL)

 

Von Juni 2013 bis Juni 2015 fand in der Marienschule die umfangreiche kollegiumsinterne Fortbildung zu „Selbstgesteuertem Lernen“ (im Rahmen der Korrespondenzschule)  statt. Im „Haus des Lernens“ findet sich die Zusammenstellung der verbindlichen Absprachen zum Methoden-, Kommunikationstraining und der Teamentwicklung (bezogen auf die Jahrgänge).

 

 

5.4 Medienkonzept

 

Die Marienschule ist eingebunden in das Konzept der Lernstatt Paderborn. Jede Klasse verfügt über mind. drei PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang. Im Rahmen des Minimalkonsenses der Paderborner Grundschulen haben wir einen Plan erstellt, in dem die Lernziele zur Mediennutzung festgelegt sind. Seit dem Schuljahr 2017/18 sind alle unsere Klassenräume im Rahmen des Lernstatt 2020 Projektes mit Projektionsflächen, Nahdistanzbeamer und AppleTV ausgestattet worden. Zeitgleich erhielten alle Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen einer Fortbildung iPads, die sowohl für die Unterrichtsvorbereitung als auch die Unterrichtsdurchführung zahlreiche neue interaktive Möglichkeiten bieten. Darüber hinaus erproben wir seit Beginn des zweiten Halbjahres den Einsatz von iPads für die Schülerhand. Dafür haben wir 12 Geräte angeschafft. Geplant ist diesen Bestand in naher Zukunft auf einen kompletten Klassensatz aufzustocken, der flexibel in allen Klassen nach Bedarf eingesetzt werden kann.  

 

 

5.5 Leistungskonzept: Anforderungen und Bewertung

 

Verbindliche Absprachen zur Leistungsanforderung und -bewertung finden sich in unserem Leistungskonzept.

Es gab an unserer Schule schon immer eine gute Zusammenarbeit auf Jahrgangsebene, die sich insbesondere auf eine enge Verständigung über Verfahren zur Leistungskontrolle und -bewertung bezog. So werden z.B. die Klassenarbeiten immer im Jahrgangsteam geplant und ausgewertet.

In einer kollegiumsinternen Fortbildung  im Dezember 2012 haben wir diese grundlegenden Absprachen gesammelt, diskutiert und in unserem Leistungskonzept zusammengestellt. 

 

 

6. Schulkultur

 

Lebensraum Schule

 

Die Marienschule ist für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer ein Lebensraum, in dem sie viel Zeit verbringen. Es soll ein freundlicher, inspirierender Lern- und Lebensort sein, in dem sich alle wohlfühlen und respektvoll miteinander umgehen.

 

Wir bemühen uns um eine „Willkommenskultur“. Die Pausenhalle wird jahreszeitlich bzw. thematisch geschmückt; dafür ist immer ein Jahrgang gemeinsam verantwortlich.

Auch neue Schülerinnen und Schüler heißen wir natürlich willkommen. Für den Seiteneinstieg zugewanderter Kinder haben wir einen Verfahrensplan entwickelt.

 

Die Kinder haben im Kunstunterricht bzw. der AG Werken Schilder gemalt und gebaut, um Besuchern die Orientierung im Gebäude zu erleichtern.

In den Fluren und Klassenräumen werden Unterrichtsarbeiten präsentiert; Schülerleistungen sollen eine Würdigung erfahren.

 

Die Schulgemeinde gestaltet den Ablauf des Jahres in jahreszeitlichen Aktivitäten (wie Frühlingskonzert, Adventsbasteln etc.), aber auch in großen gemeinsamen Vorhaben: Schulfest, Projektwoche, Zirkusprojekt, Afrikawoche mit Trommelworkshop.

Monatlich treffen wir uns in der Pausenhalle, um beim Morgensingen Lied-, Tanz- und Gedichtvorträge zu erleben und gemeinsam zu singen, um hierbei das gemeinsame Liedgut zu pflegen.

 

In unserem Lebensraum Schule ist nicht nur die Vermittlung von Lerninhalten von Bedeutung. Wir wollen auch den Erziehungsauftrag wahrnehmen.

Im Schuljahr 2014/15 wurde ein Erziehungskonzept erarbeitet, das sowohl präventive Maßnahmen („Lubo aus dem All“, Klassenrat) enthält als auch feste Absprachen für Konfliktsituationen (auch Verhalten in pädagogischen Grenzsituationen).

Die Marienschule hat feste Schulregeln, deren Einhaltung immer wieder in den Klassen, der OGS und im Schülerrat thematisiert wird. Bei Nichteinhaltung kann es auch zu festgelegten Sanktionen kommen.

 

Die Partizipation, die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an inhaltlichen und organisatorischen Fragen, streben wir mit dem Schülerrat an. Die Klassensprecher/innen treffen sich mehrmals im Halbjahr mit der Schulleitung, um ihre Anliegen vorzubringen und zu diskutieren. Die Schulleiterin informiert ihrerseits über wichtige Dinge aus der Lehrerkonferenz und gibt die Anregungen an das Kollegium weiter.

 

Das „Sport- und Spielfest“ führen wir als eine Aktion der ganzen Schulgemeinde jährlich durch. Es ist ein gelebtes Beispiel für die Förderung sozialer Kompetenzen.

 

Die Zusammenarbeit mit den Eltern findet neben der Arbeit in den Gremien in vielfältiger Form statt: z.B. das gemeinsame Basteln zum Advent mit dem Bücherflohmarkt und dem Waffelverkauf, der im Wechsel für die Finanzierung unserer großen Projekte (Zirkus, Trommelworkshop) und wohltätige Zwecke (z.B. Unterstützung des Kinderhospizes Paderborn) genutzt wird.

 

Die Schulgemeinde – insbesondere die Eltern – erhalten alle 4 bis 6 Wochen einen Brief, der über die Jahresplanung, anstehende Vorhaben, neue Kolleginnen/Kollegen u. ä. informiert. Des Weiteren findet man auf der Homepage (www.marienschule-paderborn.de) eine Darstellung unserer pädagogischen Arbeit, des Schullebens und aktueller Aktivitäten.

 

Der Förderverein der Marienschule unterstützt die Schule bei Aktivitäten und Anschaffungen, die aus dem Schuletat nicht finanziert werden können. Mit seiner Hilfe erhalten auch Eltern, die z. B. die Kosten für eine Klassenfahrt nicht aufbringen können, finanzielle Unterstützung.

 

Trotz dieser guten Ansätze zur Zusammenarbeit können auch Probleme und Konflikte entstehen. Hier regelt unser Beschwerdemanagement  die Vorgehensweise. Für Konflikte innerhalb des Kollegiums steht zunächst der Lehrerrat zur Verfügung.

 

 

7. Beratung

 

Ein wichtiger Auftrag der Schule ist die Beratung der Eltern zur Lern- und Persönlichkeitsentwicklung ihres Kindes. Wir bemühen uns, frühzeitig um einen Austausch mit den Eltern und den Kindertageseinrichtungen. Am Info-Abend für die Eltern der Vierjährigen können Eltern mit der Grundschule und den Kitas zu Fragestellungen des Übergangs ins Gespräch kommen.

 

Schulanmeldung

Zeitnah zur Anmeldung führen wir eine Eingangsdiagnostik („Schnupperstunde“) durch, bei der wir die Kinder auf Auffälligkeiten in Basiskompetenzen überprüfen. Anschließend werden die Eltern über die Ergebnisse informiert. Bei Auffälligkeiten bitten wir die Eltern zu einem gesonderten Gespräch – bei Einverständnis der Eltern und zusammen mit der Kindertagesstätte -, um uns über die Entwicklung des Kindes und Fördermöglichkeiten zu beraten.

 

Auffälligkeiten in der Lern- oder Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes

Zeigen sich bei einem Kind Auffälligkeiten, so suchen wir frühzeitig das Gespräch mit den Eltern, geben ihnen Hinweise zur Förderung bzw. treffen Vereinbarungen, die das Kind unterstützen und fördern. Eventuell ziehen wir auch außerschulische Beratungsstellen zu Rate.

 

Beratung beim Elternsprechtag

Bei den Elternsprechtagen nutzen wir die „Leitfäden zur Elternberatung“ als Gesprächsgrundlage. Mit der Entwicklung der Leitfäden haben wir auf den Wunsch der Eltern nach Transparenz reagiert. (Dies war u.a. ein Handlungsfeld aus der SEIS-Befragung aus 2012). Diese Raster zum Arbeits- und Sozialverhalten, Deutsch und Mathematik sollen bei der Elternberatung als Gesprächsgrundlage dienen.

 

Beim Elternsprechtag zum Übergang in die SEK I wird ein Einschätzungsbogen als Beratungshilfe hinzugezogen. Die Eltern erhalten diesen vorab blanko und füllen ihn mit ihrem Kind aus. Die Lehrerin hat dieses ebenfalls getan. So kommt man über den Abgleich in ein intensives Gespräch.

 

Englisch in der Grundschule

Da Englisch für die Eltern als Unterrichtsfach in der Grundschule nicht mit eigenen Erfahrungen verknüpft ist, bieten wir einen Informations- und Beratungsabend zum Fach vor Beginn des Englischunterrichts Ende des 1. Halbjahres im Jahrgang 1 an.

 

 

8. Kooperationen

 

Wir arbeiten gern mit Einrichtungen der Stadt Paderborn zusammen und freuen uns, andere Professionen in unsere pädagogische Arbeit mit einbinden zu können. Für die optimale Unterstützung unserer Kinder ist die Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen (z. B. Schulberatungsstelle Kreis Paderborn) und mit den verschiedenen Therapeuten (Logopädie- und Ergotherapie-Angebote im Haus) von großer Bedeutung.

Wir nutzen die verschiedenen Lernorte in Stadt und Kreis, die besonders den Sachunterricht und den Kunstunterricht bereichern.

 

Die Arbeit mit den Kirchen und die Zusammenarbeit im Projekt „Kultur und Schule“ seien hier besonders erwähnt. Seit dem Schuljahr 2011/12 besteht ein Kooperationsvertrag mit der Chorschule Wewelsburg. Der Chorleiter bietet gemeinsam mit einer Lehrkraft der Marienschule den Chor für den Jahrgang 1 und 2 an. Zudem können sich Kinder im Anschluss an den Unterricht für eine individuelle Chorausbildung anmelden.

 

Die Übergänge sollten für die Kinder gut gestaltet sein. Wir arbeiten intensiv mit den Kindertagesstätten zusammen, u.a. auch als BildungshausPartner. Die Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen läuft nach einem festen Arbeitsplan, der sowohl Erprobungsstufenkonferenzen zu den ehemaligen SuS in der Sek I beinhaltet als auch – wenn möglich- Hospitationen oder Abgabegespräche mit den zukünftigen Lehrkräften unserer Viertklässler.

 

 

 

II. Schulentwicklung

 

1. Jahrespläne

 

Der Jahresplan wird zu Beginn des Schuljahres zwischen der Schulleitung und der Steuergruppe, auf der Grundlage des allgemeinen Jahresplanes, beraten und festgelegt. Die Schwerpunkte ergeben sich aus den zuvor erörterten Themen der Lehrerkonferenz und der Schulkonferenz.

Die Eltern, LehrerInnen und MitarbeiterInnen erhalten mit dem 1. Schulbrief eine Terminliste, die auch auf der Homepage einsehbar ist.

 

Im Schuljahr 2016/17 haben wir folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Marienschule auf dem Weg zur inklusiven Schule: Kollegiumsinterne Fortbildung und schrittweises Verfassen von Kurzkonzepten zu den Förderschwerpunkten
  • Schulinternes Curriculum: Erprobung neuer Lehrwerke und Anpassung des kompetenzorientierten Curriculums in Deutsch und Mathematik
  • Optimierung von Unterricht: Haus des Lernens wird verbindlich umgesetzt

 

2. Evaluation
 

Eine umfangreiche Evaluation unserer schulischen Arbeit haben wir im April 2012 mit dem Instrument SEIS (Selbstevaluation in Schulen) in Form einer Befragung durchgeführt. Wir hatten den Wunsch, alle am Schulleben Beteiligten zu Worte kommen zu lassen und unsere Schule als Ganzes „unter die Lupe zu nehmen“. Anschließend wurden die Ergebnisse von der Steuergruppe gesichtet und, mit Unterstützung eines Prozessbegleiters, Handlungsfelder benannt und Maßnahmen zur Schulentwicklung durchgeführt. Im Mai 2017 führten wir eine Folgebefragung im Jahrgang 3 durch. Die Auswertung und draus resultierende Maßnahmen werden im Schuljahr 2017/18 in den schulischen Gremien erörtert.

 

Kurzevaluationen führen wir mit Hilfe eines Evaluationsbogens zeitnah durch; häufig geschieht dies durch Bilanzgespräche mit den Beteiligten bzw. in der Lehrerkonferenz.

 

 

3. Fortbildung

 

Die Fortbildungsplanung wird im Rahmen der Lehrerkonferenz erörtert. Sie ist Spiegelbild der Arbeitsplanung und der Schwerpunkte.

Nach dem Abschluss der umfangreichen Fortbildungsinitiative im Rahmen der Korrespondenzschule haben wir im Schuljahr 2015/16 mit der 2-jährigen kollegiumsinternen Fortbildung „Auf dem Weg zur Inklusion“ begonnen.

 

Des Weiteren nehmen Kollegen/innen auch weiterhin individuell an Fortbildungen teil und berichten darüber in der Lehrerkonferenz (augenblicklicher Schwerpunkt: Computergestütztes Lernen, Unterstützte Kommunikation). Zudem bieten wir den Kolleginnen die Möglichkeit, zum Förderschwerpunkt in der entsprechenden Förderschule zu hospitieren und sich beraten zu lassen.